Logo Schwäbischer Albverein

Schwäbischer Albverein e.V.

Ortsgruppe Neuhausen / Fildern

Mitteilungsblatt vom 29.10.2020

Artikel für's Blättle bitte bis Freitags abends an:
mitteilungsblatt@albverein-neuhausen.de

Naturkundliche Wanderung am Sonntag, 18.10.2020

Um 10.00 Uhr trafen sich 8 Wanderer am Rathaus in Neuhausen, um mit Marie-Luise und Hermann Cech zu einer naturkundlichen Wanderung, also 10 Personen unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln, ins obere Filstal zu starten.

Bei nebeligem Herbstwetter fuhren wir mit 3 PKW’s nach Geislingen/Türkheim, zum Ausgangspunkt der Wanderung. Auf dem sogenannten „Filstalgucker“ wanderten wir durch den herbstlich gefärbten Wald.

Am Albtrauf entlang ergaben sich faszinierende Ausblicke in die umliegenden Täler sowie herbstlich steigende Nebel auf den Feldern der Alb.

Hermann ließ uns auf leichte Art und Weise an seinem umfangreichen Wissen über die heimischen Ahornbäume und die Bedeutung der Esche für unsere keltischen Vorfahren teilhaben. Das Erkennen einer Ulme anhand des asymmetrischen Blattes sowie die Bedeutung der Weiß- und Rotbuche für die Umwandlung von Kohlendioxid in Sauerstoff waren auch Teil seiner vielseitigen Ausführungen. Jetzt kann ich auch beide Baumarten am Stamm erkennen. Woher der Name des Laubbaumes „Rubinie“ kommt, ist jetzt auch bekannt. Marie-Luise zeigte uns am Wegesrand das „Pfaffenhütchen“ (Vorsicht: giftig) und wir fanden den „Parasolpilz“ mit einem filigranen Blütenmuster auf der Oberseite. Das Rezept zur leckeren Verwendung, auch als veganes Schnitzel, machte gleich die Runde.

Die Bedeutung des Jura für die Entstehung der Alb sowie die Unterscheidung von Vulkankegeln und Zeugenbergen vertieften unser Wissen.

Am imposanten Ostlandkreuz, hoch über Geislingen, erfuhren wir die Geschichte der Vertriebenen aus Mähren und die Patenschaft der Südmährer, als das Kreuz 1950 errichtet wurde.


Foto: Richard Löchel

Von hier bot sich eine sonnige Sicht ins untere Filstal sowie auf die Burgruine Helfenstein und den Ödturm, umgeben von bunt gefärbtem Herbstwald.

Nach einer Vesperpause haben wir gestärkt unsere Wanderung fortgesetzt. Schade nur, dass wir nicht, wie geplant, im Garten des „Geiselsteinhauses“ einkehren konnten, da am Freitag hier eingebrochen wurde.

Mit Erreichen der Autos nach 10 km und 4 Std. endete unsere Sonntagswanderung. Die Alb war mal wieder ein Ziel, das nicht nur von uns an diesem Tag gewählt wurde.

Vielen Dank für diese Wanderung an Marie-Luise und Hermann sowie an unsere Fahrer. Wir freuen uns schon auf die nächste naturkundliche Exkursion.

Roswita und Michael Zimmer